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Der Blick auf das ICH - Der magische Kubus

Selbsterkenntnistools - Werkzeuge für den Blick auf das ICH

  • 25 Januar 2016
  • Autor: ejk
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Der Blick auf das ICH - Der magische Kubus

Der magische Kubus ist eine weitere Möglichkeit, sich selbst ein Stück näher zu kommen. Imaginationsspiele nutzen die Tendenz unseres Geistes, seelische, emotionale oder unbewusste Zustände in (verschlüsselten) Bildern auszudrücken. C. G. Jung nannte diese Art von Bildern und Symbolen Archetypen. Diese seien universell vorhandene Strukturen in der Seele aller Menschen, unabhängig von Geschichte und Kultur. Diese Archetypen sind heute Bestandteil vieler psychoanalytischer und psychotherapeutischer Richtungen und Methoden und damit auch Bestandteil vieler Persönlichkeitsanalysen.
Von und über Jung gibt es jede Menge Literatur. Wer sich damit auseinandersetzen möchte, kann mit seinem Buch über die Archetypen beginnen.
Im magischen Kubus geht es nun nicht um C. G. Jungs Archetypen an sich, sondern um Imagination und Bilder, und die Nutzung desselben Prinzips.
Leider kann ich hier nur das Spiel an sich erklären, die Auflösung muss ich auf Grund lizenzrechtlicher Umstände schuldig bleiben. Aber ich bin der Überzeugung, dass das sogar gut so ist. Wir Menschen neigen nämlich zu Abkürzungen. Bevor wir die Arbeit geleitstet haben, wollen wir bereit den Lohn in Händen halten. Davon leben Kreditwirtschaft und Scheidungsanwälte bestens. Ich kenne viele, die haben sich die Bedeutung der Bilder durchgelesen, bevor sie ihr eigenes Bild erstellt haben. Das nennt man dann Selbstbetrug!
Nun zur Aufgabe: Nimm dir eine halbe Stunde bis Stunde Zeit und mache es dir gemütlich. Nimm dir ein Glas Wein oder deinen Lieblingstee, ein paar Blätter Papier und Schreibzeug. Ein kleines Notizheft, dass du dir später aufheben kannst, wäre auch eine gute Idee. Für diesen Beitrag habe ich das Spiel nach mehr als 20 Jahre nochmal gemacht und in einigen Elementen hat sich mein Bild drastisch verändert. Das konnte ich nur feststellen, weil ich meine alten Notizen noch immer habe. So kann ich Entwicklung erkennen.
Wenn du für Ruhe gesorgt und deine Wohlfühloase eingerichtet hast, können wir beginnen.
Schließe nun die Augen und stell dir eine Wüstenlandschaft vor. Wie sieht sie aus? Was fühlst du, riechst du, hörst du? Beschreibe diese Landschaft in deinem Notizheft. (Die Augen darfst du dazu selbstverständlich öffnen.) Wer gerne zeichnet, kann anstatt Notizen zu machen, das Bild malen.
Wenn du deine Landschaft in allen Details beschrieben hast, so stell dir in dieser Landschaft einen Kubus - also ein würfelförmiges Gebilde vor. Größe, Standort in deinem Bild, Material, was auch immer dir einfällt oder du siehst. Alles ist richtig und gut. Versuche wieder, so viel wie möglich zu erkennen, und schreibe die Informationen, die du erhältst, nieder.
Sobald du mit dem Würfel in allen Details fertig bist, stell dir eine Leiter vor. Also das Ding, auf das man steigt, um beispielsweise Äpfel von höherliegenden Ästen zu pflücken. Schreib dir ihr Aussehen, ihre Länge, ihr Material und wo sie genau steht auf.
Fertig? Dann weiter!
In deiner Wüstenlandschaft steht ein Pferd. Beschreibe es wieder.
Art oder Rasse? Größe, Farbe und wo im Bild steht es. Tut es etwas?
Wenn du diesen Teil aufgeschrieben hast, stell dir vor, dass irgendwo in deinem Bild ein Sturm ist. Wo spielt sich dieser ab und welcher Art ist dieser Sturm. Beeinflusst er dich oder die anderen Elemente deines Bildes oder auch nicht. Wenn ja, welchen Einfluss übt er aus.
Und dann noch Blumen. In deiner Wüste gibt es doch tatsächlich auch Blumen und für sie gilt das gleiche, wie für die anderen Elemente. Beschreibe ihren Standort, ihre Farbe, ihren Duft und was auch immer in deiner Vorstellung dazu auftaucht.

Betrachte nochmal dein gesamtes Bild und erweitere oder präzisiere, wenn nötig, deine Beschreibungen. Was du nun vor dir liegen hast, ist ein absolut individuelles Bild gewisser Elemente deiner Persönlichkeit. Es sind Sinnbilder verschiedener Aspekte deines Lebens.
Wie bereits erwähnt kann ich hier keine Auflösung anbieten. Doch wenn du mir eine Nachricht schreibst, kann ich dir gerne antworten, welcher Teil deines Bildes für welchen Aspekt steht. Damit kannst du dir ganz gut ausmalen, wie es um diese Lebensbereiche bestellt ist. Wer es detailliert haben möchte, den muss ich auf das Buch selbst verweisen: Der magische Kubus.
Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne in den Kommentaren.

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Kategorien: Wer bin ich?
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