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Der Blick auf das ICH - Die 16 Lebensmotive

Selbsterkenntnistools - Werkzeuge für den Blick auf das ICH

  • 18 Januar 2016
  • Autor: ejk
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Der Blick auf das ICH - Die 16 Lebensmotive

Um herauszufinden, wer ich bin, kann ich in den Spiegel sehen, kann über mich selbst nachdenken und wie ich im letzten Teil schon erwähnt habe, ständig über mich selbst reflektieren. Doch sich selbst, selbst zu erkennen, hat einen Haken. Den blinden Fleck!

Johari-Fenster
„Johari“ von Bernd imMichaelFrey - Eigenes Werk basierend auf: :Bild:Johari.jpg. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Johari.svg#/media/File:Johari.svg

Es gibt Bereiche in unserem Leben, die sind sowohl mir selbst, wie auch anderen bekannt. Das sind die Informationen über uns, die jeder hat (nicht nur die NSA*).
Dann gibt es jene Informationen, die nur ich selbst habe. Mein Geheimnis also (wahrscheinlich auch die NSA*).
Der blinde Fleck sind die Informationen, die andere zwar von mir wissen (vor allem die NSA*), mir selbst aber nicht bekannt/bewusst sind. Zum Beispiel verschiedene Verhaltensmuster, die wir in bestimmten Situationen vollkommen unbewusst abspielen.
Pokerspieler nutzen den blinden Fleck ihres Gegners schamlos aus, um dessen Chips zu bekommen.
Der Bereich des Unbekannten, das sind die Informationen über uns, die niemand hat (nur die NSA*).

*die NSA Sache ist natürlich "nur" ein Scherz ;)

Das grafisch dargestellte Schema wird auch Johari-Fenster genannt. Wenn wir uns also umfassend selbst erkennen wollen, dann reicht es nicht aus, nur die linke Seite des Fensters zu ergründen. Wir müssen vor allem auch Licht auf die rechte Seite werfen.
Um den Blinden Fleck zu verkleinern, können wir Menschen aus unserem Umfeld befragen - uns Feedback einholen. Die Frage bleibt natürlich, wie ehrlich unsere Freunde mit uns sind. Vor allem, wie lange sie noch unsere Freunde bleiben, wenn sie vollkommen ehrlich sind. Allein in diesem Punkt wird klar, dass die Sache mit der Selbsterkenntnis so einfach nicht ist.
Selbsterkenntnis braucht immer eine gewaltige Menge an Mut und Ehrlichkeit - und beides ist recht selten geworden. Sich selbst zu belügen, ist mittlerweile eine weitverbreitete Strategie, das Leben auszuhalten.
Da also über unsere Mitmenschen nicht leicht an brauchbare Informationen über unser Selbst heranzukommen ist, wurden über die Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte, unterschiedlichste Methoden entwickelt um der eigenen Psyche, dem Charakter und dem eigenen Wesen auf die Schliche zu kommen.

Die ältesten Methoden sind uns von Schamanen, Priestern und Magiern überliefert. Heute haben diese drei »Berufsgruppen« eher einen zweifelhaften bis lächerlichen Ruf. In der Menschheitsgeschichte trugen sie jedoch enorm zur Entwicklung der Menschheit und Gesellschaft bei. Über die Ergebnisse kann man selbstverständlich diskutieren, aber Fakt bleibt, dass in jeder Gesellschaft Schamanen, Priester und Magier einen enormen Stellenwert hatten und ohne sie, viele Kulturen nicht in unseren Geschichtsbüchern auftauchen würden.
Um hinter die Geheimnisse der Menschen zu kommen, haben sie Knochen, gravierte Steine und beschriftete Stäbchen geworfen, in Eingeweiden, Teeblättern und Kaffeesatz gelesen und den Stand der Gestirne zum Zeitpunkt der Geburt oder zu bestimmten Ereignissen beobachtet. Die Methoden, einen Blick hinter den Schleier der Unwissenheit zu werfen und die Geheimnisse des Lebens aufzudecken sind ebenso zahlreich wie die Methoden der modernen Zeit. Die Methoden der Alten waren Jahrtausende lang erfolgreich und anerkannt. Seit der Aufklärung sind diese jedoch nur noch verpönt und ins Reich der Mythen und Märchen verbannt. Ob zu Recht oder nicht, werde ich in einem anderen Teil erörtern.

Bevor wir uns also mit Themen wie Astrologie, Tarot, Pendel, etc. befassen wollen, schauen wir uns die nicht minder zweifelhaften aber wenigstens von der Wissenschaft anerkannten Techniken/Tools an. Zweifelhaft soll in diesem Fall nicht »unbrauchbar« bedeuten, sonder lediglich, dass kein Verfahren der Selbsterkenntnis, das nicht aus uns selbst kommt, 100%ige Wahrheit darstellt. Jede »externe« Erkenntnisquelle unterliegt der Interpretation der Ergebnisse, wird angepasst, um statistischen Kriterien zu genügen und ist vor allem eines: künstlich.

Aber nichtsdestotrotz, können alle Methoden ein Puzzleteil zum großen Ganzen unserer Persönlichkeit beitragen und einen Blick auf unser Innerstes freigeben.

Was will ich nun mit diesen letzten Absätzen ausdrücken: Jede Methode zur Selbsterkenntnis hat ihre Schwächen, ist niemals die absolute Wahrheit, aber eine Möglichkeit, ein Stück von sich selbst zu entblättern. Kein Psychotest, Persönlichkeitstest, kein Erkenntnistool ist grundlegend falsch, richtig, gut oder schlecht. Es ist nur eine weitere Sichtweise auf unsere Persönlichkeit, die wiederum hinterfragt und weiter ergründet werden muss. (Selbst das Horoskop in der Kronenzeitung und die unzähligen Psycho- und Perönlichkeitstests in diversen Magazinen, können uns dazu anregen, über einen Aspekt von uns nachzudenken, der uns zu Erkenntnissen führt.)
Was ich erhalte, wenn ich den Tarot oder das Reiss-Profil bemühe, ist eine Richtung, in der ich weiter suchen kann. Eine absolute Wahrheit gibt es nur am Ende einer sehr langen Suche.

In diesem Beitrag möchte ich auf »Die 16 Lebensmotive nach Steven Reiss« eingehen.

Steven Reiss geht davon aus, dass alles Streben des Menschen auf 16 grundlegenden Motiven beruht. Diese Motive sind natürlich bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt. Aber wenn die dominanten Motive ausgelebt werden können, so empfinden wir Glück und haben bessere Chancen auf Erfolge.

Die Grundmotive sind: Macht, Unabhängigkeit, Neugier, Anerkennung, Ordnung, Sparen/Sammeln, Ehre, Idealismus, Beziehung, Familie, Status, Rache/Kampf, Eros, Essen, Körperliche Aktivität, Emotionale Ruhe.

Für den Test werden einige Fragen bewertet, aus denen Sich ein Profil ergibt.
Dieses Profil gibt Aufschluss über die Bedeutung/Wichtigkeit der Motive in unserem Leben. Wenn es uns nun gelingt, unsere Energie auf jene Motive zu verwenden, die uns wichtig sind, dann sind wir zufriedener, glücklicher und damit auch erfolgreicher. Energie, die wir auf Motive verwenden, die uns nicht wirklich »motivieren« sind demnach nicht optimal eingesetzt.


 
Das Buch, mit dem ich selbst gearbeitet habe, ist leider derzeit vergriffen. Es ist allerdings noch gebraucht zu bekommen: Die 16 Lebensmotive : was uns wirklich antreibt.
Aber es gibt eine Reihe von Büchern von Steven Reiss selbst. Das Schema oben ist nach einer verkürzten Version der Testfragen aus dem Buch entstanden, da der Originaltest natürlich durch Lizenzen geschützt ist. Entsprechende Anlaufstellen und Quellen gibt es im Internet unter: http://www.reissprofile.eu/.
Ich bin der Ansicht, dass es für einen ersten Blick auf sich selbst ausreicht, mit einer gekürzten Version aus einem Buch zu arbeiten, z.B.:Wer bin ich und was will ich wirklich?: Mit dem Reiss-Profile die 16 Lebensmotive erkennen und nutzen .

Fragen zu diesem Artikel beantworte ich gerne in den Kommentaren oder auf FB.
Wer einen Blick auf sein eigenes Profil werfen möchte, kann mich gerne anschreiben.

Neben den Reiss Motiven gibt es, wie bereits erwähnt, eine ganze Menge weiterer Psycho- und Persönlichkeitstests. Weitere Quellen und Methoden im nächsten Teil.

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Kategorien: Wer bin ich?
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